Die Archivbestände des „Arbeitsausschusses für das Volkslied in Salzburg“ wären in der Nachkriegszeit wohl verloren gegangen, hätte sich nicht der einst von den Nazis als „Halbjude“ verfolgte Komponist Wilhelm Keller ihrer angenommen. Vor dem Hintergrund seiner spannenden Biografie schlagen Kunsthistorikerin Mag. Julia Wörndl-Brandweiner und Musikwissenschaftler Dr. Wolfgang Dreier-Andres einen Bogen von Wilhelm Kellers Arrangements und Kompositionen bis hin zur bildenden Kunst, die er hinterlassen hat.
Die Veranstaltung im Rahmen der Salzburger Tage der Archive 2026 ist eine Kooperation von Salzburger Volksliedwerk, Salzburger Volkskultur und Referat Volkskultur, kulturelles Erbe und Regionalmuseen. Die Verwendung der Abzüge von Wilhelm Kellers Bildern erfolgt mit freundlicher Genehmigung seiner Tochter Dr. Manuela Widmer, die diese Bestände dem Archiv des Salzburger Volksliedwerkes überlassen hat.